Wie du dich authentisch zeigst - ohne dich zu blamieren

Wie du dich authentisch zeigst - ohne dich zu blamieren

In meinem Netzwerk gibt es den Wunsch nach authentischem Marketing, bzw. nach "Personal Branding" mit einem persönlich-authentischen Touch.

Während die Einen aber zu viel Gas geben und sich nahezu bloßstellen, kommen die anderen nahezu zugeknöpft daher.

Besonders deutlich wird mir das meist bei der Arbeit an Podcasts, das an sich ein sehr persönliches Medium ist. Perfekt für Personal Branding - eigentlichl. 

Hier möchte ich dir ein paar Gedanken mitgeben, wie du für dich die goldene Mitte zwischen "zu viel und zu wenig" finden kannst.

Im ersten Punkt geht es um eine sehr wichtige Unterscheidung.

Es gibt einen Unterschied zwischen persönlich und privat

Wenn es darum geht sich als private Person zu zeigen, gibt es die meisten Fragezeichen. Es gibt Unternehmer, die wirklich sehr tief ins Detail schauen lassen, inkl. Partnerschaft, Sexualität und dergleichen mehr.

Das ist okay und kann auch zum Typ und zum Thema passen. 

Robert Gladitz zeigt sich beispielsweise sehr persönlich, manchmal schon intim. Zu ihm passt das, weil er für sich einen Markierungslinie hat, hinter die man von außen nicht schauen kann.

Es kann auch sein, dass es deswegen auch ein Muss ist, weil du ein Experte bist. So ist das Thema Sexualität bei Melanie Mittermaier im Fokus, weil es genau darum geht. Sie redet über offene Beziehungen - aber das ist halt ihr Thema.

Intimes Thema, aber professionell vorgetragen.

Wenn ich dir als Podcast-Berater detailliert über meine Partnerschaft und intime Dinge berichten würde, dann wäre es schon etwas merkwürdig oder?!

Prinzipiell ist eine Unterscheidung wichtig. Die zwischen "persönlich" und "privat".

Persönliche Informationen sind in Maßen vertretbar und machen dich als Mensch interessant und kontrastreich.

So habe ich in Episoden schon häufig über Freizeitbeschäftigungen mit meiner Frau gesprochen. Beispielsweise sprach ich über die Kino-, Restaurant- oder Konzertbesuche. 

Das sind persönliche Informationen.

Ich habe noch nirgendwo darüber geschrieben oder gesprochen, was nach Konzertbesuchen oder gemeinsamen Essen passiert, wenn die Haustür ins Schloss gefallen ist.

Das geht niemanden etwas an - das ist privat.

Habe Werte, sei aber kein Moralapostel

Werte und moralische Vorstellungen darfst du auch gerne durchscheinen lassen, wenn es nicht zu dogmatisch herüber kommt.

Unternehmer wie Karl Kratz oder Felix Beilharz sind sehr präsent im Netz und haben eine öffentliche Meinung über politische oder gesellschaftliche Entwicklungen. Das sorgt manchmal für Gegenwind, aber das ist eines der Kehrseiten eines guten Brandings.

Sobald du sichtbar bist, werden die ersten Nörgler kommen. Das habe ich auch erlebt, als ich eine Spendenaktion für Flüchtlinge ins Leben rief.

Sei aber bitte nicht dogmatisch. Lass andere Meinungen gelten und respektiere die Personen dahinter. Zumindest so lange, bis sie deine Freiheit einschränkt. Dann kannst du natürlich eine Grenze ziehen.

Aber gehe erst in die Diskussion, bevor du wild um dich motzt oder dich öffentlich angegriffen fühlst.

Zeige Fails, suhle dich aber nicht in Selbstmitleid

Für deine Follower sind nicht nur deine Erfolgsgeschichten spannend, sondern gerade auch die Dinge, die schief gelaufen sind. Durch das Modelllernen sind sie in der Lage, den gleichen Fehler nicht selber zu machen.

Du kannst also auch über deine Fails berichten. Aber bitte sei keine Heulsuse.

Die Leute erwarten von dir als Marketer, dass du ein Profi auf deinem Gebiet bist. Entsprechend solltest du auch professionell und reflektiert mit Niederlagen umgehen.

Also zeige dich mit einem Fail erst dann, wenn du in der Lage bist, darüber nüchtern oder sogar mit Humor und Lerneffekt zu sprechen.

Zeige Erfolge, aber nicht was für ein toller Hecht du bist

Beim Präsentieren von Erfolgen ist es auch oft ein schmaler Grad zwischen stolzem Präsentieren und Koketterie.

Das ist mit Sicherheit eines der Dinge, die du für dich ausprobieren musst. Die meisten meiner Klienten haben eher das Problem, dass sie unter dem Radar bleiben wollen.

Gutes Marketing beinhaltet auch das Zeigen deiner Erfolge. 

Das sollte sich aber auch im Rahmen halten. Wer sich zu oft ins rechte Licht rückt und seltener wertvolle Inhalte oder andere nützliche Dinge veröffentlicht, der kommt eher wie ein Angeber rüber.

Im Zweifel solltest du dich an die 80/20-Regel halten. 80 Prozent wertvolle Inhalte und 20 Prozent Erfolge. Das ist aber erstmal nur ein Richtwert und du musst mit deinem Bauchgefühl d'accord sein.

Im Zweifel: Was würdest du deiner Oma erzählen?

Ein einfacher Trick, mit dem ich in der Anfangsphase eine Markierungslinie für authentisches Auftreten entwickelt habe, war folgender Gedanke:

"Was würdest du deiner Oma erzählen?"

Meiner Oma erzähle ich gerne von den Dingen, die ich mit meiner Familie erlebe. Sie geht aber auch nicht alles etwas an.

Sie fragt mich auch oft, wie es so läuft und was so passiert in meiner Welt. Davon erzähle ich ihr dann auch offen und nüchtern. Ich berichte von den Dingen, die klappen und von denen, die nicht so gut geklappt haben. Aber ich polarisiere nicht und ich fange auch nicht an zu meckern oder zu lästern.

Ich weiß natürlich nicht, ob du eine Oma hast oder ob es bei dir nicht ratsamer wäre, eine Person aus deiner Zielgruppe vor dem geistigen Auge zu haben. Das musst du für dich mal mit deinem Bauchgefühl abklären und eine Entscheidung treffen.

Mit diesen Impulsen solltest du eher die Grenze finden, die Authentizität von intimer Freizügigkeit unterscheidet. Sie ist leider nicht allgemeingültig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Aber du solltest deine aber zumindest erahnen können, wenn du es mit Personal Branding ernst meinst.

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