Schneller am Markt. Schneller erfolgreich. So testest du deine Ideen für digitale Produkte

Schneller am Markt. Schneller erfolgreich. So testest du deine Ideen für digitale Produkte

 

Kennst du den größten Erfolgsverhinderer für Leute, die online Geld verdienen wollen?

Ich kenn ihn sehr gut.

Perfektion.

Ich bin heute felsenfest davon überzeugt, dass ich schon einige Zeit früher mein erstes Geld mit digitalen Produkten verdient hätte, wenn ich nicht so verdammt perfektionistisch gewesen wäre.

Heute bin ich es verstanden und ich möchte dir zeigen, warum du deine eigene Perfektion ein wenig herunterschrauben solltest. Nicht komplett, aber ein gutes Stück.

„Nicht komplett?“, wirst du dich jetzt fragen?

Nein, denn Perfektion ist nur eine extreme Ausprägung einer sehr wichtigen Eigenschaft: Sorgfalt.

Aber warum sind wir denn so extrem?!

Warum wollen wir perfekt sein?

Fehler zu machen oder mit etwas keine guten Ergebnisse zu erzielen, ist immer „mangelhaft“.

Wir haben in Deutschland keine sehr gute Kultur, was Scheitern oder Versagen angeht. Ganz besonders in der Unternehmenswelt. Und da wir Solopreneure auch unternehmerisch denken, gilt das auch für uns.

Heute kann ich dir mit Stolz berichten, dass ich ein paar Mal auf die Nase gefallen bin – weil ich wieder aufgestanden bin. Hätte meine Story kein Happy-End, dann würde ich vermutlich nicht so freizügig mit meiner Historie umgehen.

So indoktriniert bin auch ich.

Aber das lege ich gerade ab.

Ich habe nämlich die Schnauze voll davon, mich mit der Denkweise aus meinen ersten 33 Lebensjahren zu assoziieren.

Heute scheitere ich gerne. Aber dazu später etwas mehr. 😉

Ich glaube, dass wir hauptsächlich aus zwei Gründen eine starke Neigung zur Perfektion haben.

1. Erziehung: Bist du fleißig, artig und folgsam, dann kann nichts schief gehen und dir wird es an nichts mangeln. Rebellische Kinder mögen keine Eltern gerne. Eltern mögen Deswegen passen sich Kinder irgendwann an und lernen, dass sie an ihr Ziel kommen, wenn sie nur gut genug sind. Bist du gut, dann bekommst du Liebe. Furchtbar, oder!? Zum Glück ist meine Frau Erzieherin. Sie bremst mich aus, wenn ich mich über Idas Trotzphase ärgere. Sie sagt dann: „Denk dran. Was jetzt Trotzigkeit ist, ist in Zukunft der starke Wille.“ Recht hat sie damit.

2. Schule und Ausbildung: Mal abgesehen davon, dass es noch Noten mit Plus und Minus gibt, kann man Kinder und Jugendliche in unserem Bildungssystem grob in 6 Kategorien stecken. Die Einser-Kandidaten, die Zweier-Kandidaten…und so weiter. Gute Noten und gute Leistungen sorgen fürs Vorankommen und nichts anderes ist wichtig. Kopfnoten sind ein Schritt in eine richtige Richtung, aber sie wurden hier nicht umsonst wieder eingestampft, weil sie nicht durchdacht waren. Benotungen und das Schulsystem sind aus meiner Sicht der größte Antreiber zur Perfektion.

Um unternehmerisch tätig zu sein und dabei Erfolg zu haben, ist unabhängig von der Mathenote oder dem Schnitt im Abitur.

Um unternehmerisch Erfolg zu haben, braucht es als Solopreneur eine Sache: Den Hang zur Unperfektion.

Was bringt Unperfektion?

Eins vorweg: Unperfektion ist ungleich Schludrigkeit oder Nachlässigkeit. Es geht mir bei dem Begriff nicht darum, dass man nicht besser werden kann.

Unperfektion bedeutet in unserem Falle, dass wir nicht mehr an Produkten feilen, bis sie marktreif und dutzende Entwicklungsstunden alt sind.

Es bedeutet, dass wir Dienstleistungen und deren Bedarf direkt am Markt testen.

Mein erster Onlinekurs hieß „Mein erster Podcast“. In einer frühen Version davon habe ich im stillen Kämmerlein gesessen und an den Inhalten geschraubt. Möglichst gut sollten sie sein, damit keine Fragen offenbleiben oder ich nicht als inkompetent dastehe.

Und hätte ich mit Marit Alke nicht jemanden an der Seite gehabt, der mir in den Arsch tritt…ich wäre heute noch in der Planung mit dem ersten Kurs. Und vermutlich immer noch hauptberuflich Therapeut.

Sie sagte: „Geh raus damit. Unperfekt!“

Ich zögerte, aus Gründen, aber ich habe es gemacht. Dieser Kurs war wirklich unperfekt. Er entstand „on the fly“, während die Teilnehmer schon im Programm waren. Es gab keine gestylte Lektionenoberfläche, sondern der Kurs bestand aus WordPress-Seiten, die ich mit einem Passwort schützte.

Die Videos waren noch unrund und einfach alles war noch nicht so professionell, wie es heute der Fall ist.

Aber genau so muss es sein!

Ich habe im Vorfeld nicht so viel Energie in den Kurs gesteckt, weil ich erstmal wissen wollte, ob überhaupt Interesse da ist. Dafür gab es diesen Testballon.

Aber ich habe noch einige andere Erkenntnisse gehabt, als ich den unperfekten Weg ausprobiert habe.

1. Die Inhalte werden schneller besser: Weil du eben nicht so ins Detail gehst, wenn du einen Testballon oder Beta-Kurs in die Welt schickst, bekommst du aus der Community eine Menge Rückmeldungen, die wichtig sind. Bei der ersten Überlegung der Inhalte wollte ich möglichst alle Fragen vorweg denken, weil ich nicht als inkompetent dastehen wollte. Durch die Rückmeldungen und Community-Wünsche wird dein Produkt oder deine Dienstleistung aber erst so richtig gut – und teurer!

2. Du nimmst dir den Druck: Ist ein Kurs gestartet, wirst du ihn wieder verändern, ergänzen oder reduzieren müssen. Das ist einfach so. In den wenigsten Fällen bist du mit dem ersten Wurf schon so gut, dass du zufrieden bist. Durch die innere Erlaubnis, das Produkt langsam zu verbessern, nimmst du dir selber den Druck, der dich vom Wesentlichen abhält: Der Interaktion mit deinen (potentiellen) Teilnehmern.

3. Du hast einen Marktvorteil: Junge, Junge, was hätte ich mir in den Hintern gebissen, wenn ich in der Planungsphase von einem Wettbewerber überholt worden wäre. Ich erlebe das bei meinen Klienten recht häufig, dass sie sich ärgern, nicht schon früher mit Podcasting gestartet zu haben, weil ein Newbie in der Nische direkt mal mit einer eigenen Show nach vorne preschte. Durch die Erlaubnis zur Unperfektion ckeckst du den Markt frühzeitig ab, weil du ein paar Minuten nach der Ideen-Entstehung schon nach draußen gehen und testen kannst.

Jetzt habe ich dir ne Menge „Warum“ und „Was“ um die Ohren geknallt. Jetzt willst du bestimmt noch das „Wie“ wissen.

Und dazu kommen wir jetzt!

Schlanke Produkte am Markt testen

Die Zauberformel für Erfolg gibt es nicht.

Aber es gibt einige lohnenswerte Wege, um das Maximum rauszuholen. Einer davon: Schnell und unperfekt an den Markt gehen und im Verlauf besser werden. („Unperfektion“ ist ungleich „nicht besser werden sollen“)

Ich habe dir gerade gesagt, dass man Minuten nach dem Einfall einer Geschäftsidee an den Markt gehen soll. Vielleicht denkst du dir bei dem Zusammenhang folgendes: „Das ist nie und nimmer möglich. Was soll der Markt denn denken“?

Wenn ich vom Markt spreche, dann meine ich Menschen. Menschen, die deine Zielgruppe repräsentieren und die du erreichst.

Diese Menschen kann man wunderbar an Bord holen, wenn man sein nächstes „big thing“ starten will.

Drei Möglichkeiten dazu habe ich dir für diesen Artikel mal mitgebracht.

  • Umfragen: Ich habe ständig Ideen, die ich gerne umsetzen möchte. Die meisten davon sind nicht so dolle, ein paar haben Potential. Aber das entscheide nicht ich in meiner unendlichen Weisheit, sondern natürlich meine Zielgruppe. Also frage ich sie direkt und das mache ich gerne in Facebook mit seinen wunderbaren Umfrage-Möglichkeiten in Gruppen und Fan-Seiten. „Ich bin gerade dabei ein neues Produkt/einen Service zu entwickeln und ich überlege gerade, welches von folgenden Ideen gerade gut ist. Ist es….“ und dann kommen einige Ideen. Für dich vielleicht ein Grund, eine eigene Gruppe ins Leben zu rufen? Du kannst aber auch mit Typeform eine Umfrage an deine E-Mail-Liste schicken.
  • Webinare: Wenn du keine eigene Facebook-Gruppe hast oder in anderen (noch) nicht so viel Feedback bekommst, dann starte ein Webinar mit deinem Wunschthema (Thema des Produktes, dass du testen willst). Wenn du wenig bis gar keine Reaktion in Social-Media und Co. bekommst, dann weißt du, dass die Idee vielleicht nicht so gut ist. Wenn sich aber Leute dafür eintragen und dann auch im Webinar sind und Fragen stellen…dann ist es ein verdammt gutes Zeichen. Zumindest lohnt es sich dann, in der Richtung weiterzudenken. Ich hatte mal die Idee, dass ich als „productized service“ eine Begleitung beim Schreiben eines Redaktionsplans anbiete. Das Thema war im Webinar sehr erfolgreich. Die Idee mit dem Service nicht so. Aber schlussendlich kam heraus, dass Workshops zu diesem Thema gut ankommen.
  • Landingpage mit Optin: Wer sagt, dass man nicht schon eine erste und einfache Kurs-Landingpage bauen kann, auch wenn noch nichts anderen steht?! Du merkst anhand der unverbindlichen Anmeldungen schnell, wie gut deine Idee ist. Natürlich ist nicht jeder von den Interessenten davon auch in Zukunft Käufer, aber du bekommst mit, ob dein Thema ein konkretes Bedürfnis stillt. Theoretisch kannst du auch direkt ein Zahlformular fertig machen und ab einer bestimmten Anmeldezahl in Produktion gehen. Kommuniziere das offen und alles ist gut. 😉

Was ist aber, wenn trotz aller „Großartigkeit“ des Produkts niemand Bock drauf hat?!

Was ist, wenn die Idee nicht gut ankommt?

Du bekommst wenig bis keine positive Reaktion?!

Super!

Auf zur nächsten Idee!

Klingt sehr salopp und das ist es auch. Machen wir uns nichts vor: Wenn eine Idee auf wenig Reaktion stößt, dann tut das erstmal kurz weh.

ABER: Es hat nichts mit dir als Mensch zu tun, sondern nur diese eine Idee war nicht so gut. Oder vielleicht ist sie es auch jetzt aktuell nicht.

Es ist als Unternehmer immer gut, nicht alles auf eine (Produkt)-Karte zu setzen. Gerade als Solopreneure haben wir doch alle Möglichkeiten dazu, unsere Ideen für die Zielgruppe umzusetzen.

Um aber nicht wegen gebrochenem Herzen wippend die Tapete von der Wand zu knibbeln, braucht es eine ganz wichtige Grundlage.

Verliebe dich niemals in deine eigene Lösung!

Du kannst deine Ideen oder Lösungsansätze für deine Zielgruppe gut, stimmig, passend oder sonst was finden. Ob die Lösung wirklich gut ist, entscheidest leider nicht du, sondern dein Tribe!

Wenn du dich in deine Lösung verliebst, sie im stillen Kämmerlein immer besser machst und am Ende noch einen Webdesigner beauftragst eine grandiose Landingpage zu bauen…was passiert, wenn der Markt kein Interesse zeigt?!

Richtig, Enttäuschung!

Deswegen: Sei nüchtern und nicht zu verletzt, wenn die Reaktion nicht gut ist. Dann schnapp dir lieber Block und Bleistift oder eine Mindmap und plane neue Dinge.

Was sollst du mitnehmen?

Perfektion bringt dich nicht weiter, sie hemmt dich in deinem Unternehmen. Um erfolgreich neue Ideen zu testen, musst du ins Testgebiet…und das ist der Markt.

Du kannst mit Umfragen, Webinaren (wahlweise auch Facebook Live-Sessions) oder einfachen Landingpages mit Optins sehr früh erkennen, ob deine Idee gut oder eher „geht so“ ist.

Sei nicht enttäuscht, wenn eine deiner Ideen nicht gut ankommt. Gehe dann am besten noch mal an die Basis und frage gezielt nach, womit du dienen kannst. Denn der beste Ideenlieferant für Produkte und Dienstleistung ist nicht deine Einschätzung als Experte, sondern die Wünsche der Zielgruppe.

Wenn du noch etwas mehr über das Thema lernen möchtest, dann lege ich dir mein Hörbuch zu diesem Thema ans Herz. Dort zeige ich meinen Weg, welche weiteren Test-Gebiete es gibt und wie man den ersten Beta-Durchgang eines Kurses angehen kann.

Schreib mir gerne in den Kommentaren deine Meinung zu diesem Thema rein. Bist du eher perfektionistisch und würdest es gerne ablegen? Vielleicht hast du sie auch schon ablegen können und lebst jetzt „anders!“. Vielleicht ist für dich Perfektion auch der Schlüssel zum Erfolg.

Wie auch immer deine Gedanken dazu sind: Schreibe sie gerne in die Kommentare.

Ich freu mich auf dich!

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